Südthailand – Exotik unter Palmen

Auf meiner Reise durch Südthailand entdeckte ich ein kleines Paradies. Wir radelten im Schatten riesiger Urwaldriesen, Plantagen, Palmen und Karstklippen. Durch das Rad fahren bewegten wir uns ganz nah an den Einheimischen und erhielten wunderbare Einblicke in die Kultur Thailands. Neben den Radtouren unternahmen wir auch Bootsfahrten zu Traumstränden und auch eine Kajaktour durch mysthische Mangrovenwälder. Eine vielfältige und spannende Reise. Lest selbst…

Nach einem langen Flug sind wir am Vormittag auf Phuket gelandet und hatten den Tag bis zum Abendessen zur freien Verfügung. So konnte man sich erstmal akklimatisieren und sich auf 2 warme Sonnenwochen mitten im November freuen. Und wir wurden nicht enttäuscht:

Unsere erste Radtour (37 km) führte uns am nächsten Tag in den Norden der Insel. Wir radelten teilweise querfeldein durch tropische Palmen- und Kautschukwälder sowie Ananas-Plantagen. Ein Stopp machten wir am Gibbon-Rehabilitations-Zentrum und am Tempel Pra-Thong, dessen Attraktion ein Buddha war, der nur bis zur Brust als Statue dargestellt wurde, was nirgendwo sonst in Thailand üblich ist.

Die 2. Radtour (37 km) am nächsten Tag führte uns runter von der Insel Phuket, über die Sarasin-Brücke mit schönen Ausblicken auf beide Küstenseiten aufs Festland. In der kleinen Stadt Tai Muang haben wir einen chinesischen Tempel besichtigt. Anschließend Bustransfer ca. 1h  zum nächsten Standort.

2.Standort: PHANG NGA

Am Nachmittag sind wir in Phang Nga angekommen. Das Hotel Phang Nga Bay, für die nächsten zwei Übernachtungen, direkt an den Ausläufern des Marine-Nationalparks an der Andamanen-See. Eine Bootstour am 6. Tag direkt ab unserem Hotel zeigte uns den Nationalpark mit unzähligen, ursprünglichen Mangroven-Wäldern, Kalksteinfelslandschaften und einsamen Buchten. Auch dem berühmten James Bond-Felsen statteten wir einen Besuch ab, sowie dem komplett auf Stelzen errichteten, muslimischen Dorf Panjee. Nach Rückkehr ins Hotel blieb der restliche Nachmittag zur freien Verfügung, den unsere Gruppe auf einem einheimischen Bootsfest direkt neben unserem Hotel verbrachte, auf dem unter anderem wir als „Exoten“ die Attraktion waren und fotografiert wurden. Am nächsten Tag stand wieder eine Radtour (42 km) auf dem Programm auf der uns eine bei dem Klima nicht zu verachtende Steigung von 4 km Länge bevorstand. Da jeder sein Tempo radeln konnte, sind am Ende zwar einige wirklich am Ende gewesen, jedoch zufrieden mit der eigenen Leistung. Als Belohnung erwartete uns, auf einem Berg gelegen, der Pagodentempel Wat Bang Riang, der einen wunderschönen Ausblick in die umliegende, tropische Landschaft bot.

Der berühmte James Bond-Felsen
Der berühmte James Bond-Felsen
Im Pagodentempel Wat Bang Riang
Im Pagodentempel Wat Bang Riang

3. Standort: Ao Nang/ Muang Krabi

Nach dem Tempelbesuch erreichten wir nach 1,5 stündigem Transfer unsere nächste Unterkunft für die nächsten fünf Übernachtungen, das Sunda Resort in Ao Nang. Die Bungalowanlage inmitten eines tropischen Gartens bot 2 Pools, großzügige Zimmer und ein größeres Frühstücksbufett. Am 8. Tag wartete eine Kanutour auf uns. Nach anderthalb stündiger Fahrt nach Ao Luk, bestiegen wir jeweils zu zweit unsere Kanus und genossen vom Wasser aus die Mangroven-Wälder. Nach dem Mittagessen ging es zurück nach Aon Nang. Am 9. Tag konnten wir wieder einmal „aufsatteln“! Direkt vom Hotel radelten (38 km) wir durch Palmölplantagen und Kautschukwälder mit dem Ziel: Tigerhöhlen-Tempel Wat Tham-Sua. Die große Tempelanlage bot mehrere Highlights: entweder konnten wir über 1.237 Stufen den Gipfelschrein erklimmen oder wahlweise durch einen Urwald mit Meditationshöhlen wandern. Ich hab mit ca. 8 weiteren Gästen den Tempelberg erklommen. Oben angekommen erwartete uns nicht nur eine  riesige goldene Buddha-Statue, sondern auch eine grandiose Sicht auf riesige Palmen-Wälder, bewachsene Karstkegel, Plantagen und die Küste bei Krabi.

Wat Tham-Sua
Wat Tham-Sua
Wat Tham-Sua
Wat Tham-Sua

Dank unserer 2 Busse konnte sich die Gruppe nach diesem Erlebnis teilen. Einige Gäste wollten zurück ins Hotel, die anderen, laut Programm, einen Abstecher nach Krabi machen. Ich gehörte zur letzteren und auch das hat sich noch sehr gelohnt. Wir besuchten einen Markt mit exotischen Ständen und einheimischer Live-Musik.

Der 10. Tag stand ganz im Zeichen des Meeres. Unsere 4-Insel-Schorchel-Tour führte uns mit einem Longtail-Boot zu den schönsten Stränden der Umgebung, wo wir jeweils Zeit zum Schnorcheln und genießen hatten…

Traumstrand
Traumstrand

Unsere Örtliche Guides haben noch ein Extra-Kapitel verdient:

Unser 5-köpfiges Radteam hat keine Wünsche offen gelassen. Pit (2.v.r.) hat unseren Touren geführt und war Mädchen für alles. Selbst beim Abendessen wollte er es sich nicht nehmen lassen dabei zu sein und uns alles zu erklären. Der jüngste Guide war ein Student (1.v.r.), der immer als letzter Mann dafür sorgte, dass niemand verloren ging.

Die anderen Guides fuhren unsere Begleitfahrzeuge und hielten zum Teil die Autos an, wenn wir eine Straße queren mussten. Nach jeder Tour wurden die Räder gewaschen und gewartet. Alle Mountainbikes waren in einem sehr guten Zustand. Weiterhin sorgte die Radcrew für einen unvergleichlichen Service. Nach den ersten 10 Km gab es in der Regel den ersten Erfrischungsstopp. Nach weiteren 10 Km einen weiteren Stopp mit Köstlichkeiten der Region. Gekühltes Wasser, Eiskaffee und sogar gekühlte Erfrischungstücher waren wie selbstverständlich immer verfügbar. Man brauchte sich nahezu um nichts zu kümmern. Nach dem Mittagessen gab es zudem kurz vor Ende der Tour immer noch eine weitere Überraschung in Form von frischem Obst.

Alles in Allem konnte der Service vor Ort nicht besser sein.

Ein Dankeschön an die tollen Guides!
Ein Dankeschön an die tollen Guides!

4. Standort: Insel Koh Lanta

Am 12. Tag sind wir mit der Fähre 2 Stunden nach Koh Lanta übergesetzt, wo uns ein unaufhörlicher Monsunregen empfing. Das Clean Beach Resort liegt nur durch eine Straße getrennt am 1,5 km weiten Sandstrand Klong Nin in einer schönen Gartenanlage mit gepflegtem Pool. Der perfekte Ort, um die Reise entspannt ausklingen zu lassen, als das Wetter am nächsten Tag wieder schön wurde. Hier kamen wir auch in den Genuss einer Thai-Massage am Strand, die bei der Tour im Preis inklusive ist. Einfach herrlich sich in dieser Atmosphäre mal durchkneten zu lassen!

Die Infrastruktur entlang der Küste bot viele Strand-Restaurants. Hier konnten wir auch nach dem Abendessen diverse Cocktails genießen oder Live-Musik erleben. Am letzten Abend sorgte Reiseleiterin Gabi für ein besonders schönes Ambiente und bestellte uns einen großen Tisch direkt im Sandstrand. Dies ist seit einigen Monaten eigentlich nicht mehr erlaubt in Thailand. Für uns machte man eine zeitlich begrenzte Ausnahme, worüber alle sehr glücklich waren. Nach dem Essen ließen wir noch ein paar typische Papierlichte gen Himmel steigen und ließen diese schöne Tour bei ein paar letzten Cocktails ausklingen.

Abendliche Atmosphäre
Abendliche Atmosphäre

Eine sehr schöne Reise für Genussradfahrer. Da es nur 5 Radtouren sind, liegt der Schwerpunkt nicht unbedingt auf den Radtouren. Es ist eine ausgewogene Mischung zwischen Baden, Radfahren und Erholen. Die Radtouren sind zudem dem Klima entsprechend maximal 44 Km lang und (bis auf eine) ohne nennenswerte Steigungen gut zu schaffen. Die Kategorie 1-2 ist angebracht, da oftmals querfeldein geradelt wird und eine länger andauernde Steigung zu bewältigen ist.

Die Reise ist geeignet für Thailandeinsteiger, aber auch Radreise-Einsteiger, sowie Gäste, die neben den Touren auch noch Zeit für andere Aktivitäten haben möchten.
Die sportliche Gruppe
Die sportliche Gruppe
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Eure Beate

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