Taiwan-Reise im Oktober – Nachwirkungen

Hallo,

die Reise im Oktober hatte scheinbar unseren Gästen sehr gut gefallen. Sie waren am letzten Tag so nett, sich mit einem sehr großen Obolus erkenntlich zu zeigen. Nochmals vielen Dank, leider getraue ich mich nicht, die von unseren Gästen mit überreichte Flasche Gaoliang zu öffnen, weil dann die Unterschriften meiner Gäste verloren gehen.

Wir haben uns entschieden, einen guten Teil des freundlichen Geschenkes anders einzusetzen. Taiwan ist ein recht reiches Land und benötigt keine herkömmliche Entwicklungshilfe und sonstige -untersützung wie es von der Krauss-Stiftung praktiziert wird. Taiwan hat für ein entwickeltes Land allerdings erstaunlich viel elternlose Kinder, die in ansprechenden Heimen untergebracht sind. Die alltägliche Versorgung und Schulausbildung ist gesichert. Für besondere Aktionen ist aber kein Geld da. Wir haben daher dem Heim für Ende Dezember, Anfang Januar für einen Tag einen Schulausflug für die Heimkinder im Grundschulalter versprochen, bei dem wir die Fahrtkosten und alle Eintrittspreise übernehmen. Wir werden vermutlich am 8.1.2011 mit einer 40er Bus in die Bergregion in den Norden fahren, zum Dongyan-shan. Die Kinder können in dem Park spazieren gehen und herumtollen. Auf den Rückweg werden wir Ihnen etwas Kultur antun – sie sollen sich die Gedenkstätte für die alte Präsidentenfamilie und einen kleinen Tempel anschauen.

Zum Abschluss gibt es eine Überraschung, die ihnen nicht gesagt wird. Wir werden mal schauen, ob es Mc Donalds schafft, über 40 Kinder auf einmal mit Eis zu versorgen. So sehr wie Erwachsene McD. ablehnen, so sehr lieben es Kinder in Taiwan und es gehört dazu. Ihnen soll der Tag Spass machen. Eis nach einer Wanderung gehört für jedes Kind ins Pflichtprogramm.

Kommentare

    1. Wir haben gestern 33 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren mit zum Dongyan-Berg genommen. Begleitet wurden wir von 2 Heimlehrern und 4 weiteren Deutschen zur Unterstuetzung.

      Wir sind etwas ausserhalb ueber einen kleinen Wanderweg in den Park am Dongyan-Berg hineingegangen. Der Weg begann recht steil, Teile der Steigung mussten mit Seilen ueberwunden werden. Fast allen Kindern hatte es Spass gemacht, den aengstlichen Kindern wurde von den Aelteren geholfen. Nach einer halben Stunden Kletterei erreichten wir den hoechsten Punkt bei knapp 1000 Hoehenmetern, der Weg verlief danach einfach und ohne wesentliche Steigungen. Nach knapp 1,5 h kamen wir zum Park. Die Kinder waren aber schon erschoepft. Die Lehrer sagten, solche Strecken sind sie bisher nicht gelaufen und etwas ueberrascht. Wir wanderten eine leichte Strecke im Park abwaerts zum Parkplatz. Dort war eine Lunchbox fuer die Kinder und fuer uns vorbereitet. Meine Frau kam mit einem kleineren Jungen und drei Hunden von ausserhalb, die Kinder spielten begeistert mit den Tieren.

      Auf dem Rueckweg haben wir noch in Cihu bei der Begraebnisstaette Tschiangs gehalten, viel konnten die Kinder damit aber nicht anfangen.

      Die Kinder haben sich sehr nett verabschiedet und bedankt – und sofort gefragt, ob wir wieder kommen. Das Heim wuerde nie direkt fragen, ob wir weiter unterstuetzen; sich aber sehr freuen. Meine deutsche Begleitung hat fuer den naechsten Ausflug bereits eine erste Zahlung fuer die Zukunft geleistet. Wir hoffen, in den Ferien noch etwas anbieten zu koennen. Wir haben auch mit den Lehrern gesprochen. Zumindest koennen die Kinder jetzt am Montag in der oeffentlichen Schule einmal erzaehlen, was sie eigenartiges am Feiertag gemacht haben, und muessen sich nicht nur die Geschichten anderer Klassenkameraden anhoeren.

Schreibe einen Kommentar