Unberührtes Irland – der Beara Way

Irland stand schon seit einiger Zeit auf der Wunschliste der Länder, in denen ich gerne einmal wandern wollte. Ich entschloss mich für diese Reise, um auf dem (noch) weniger bekannten Beara Way das „wahre“ Irland kennenzulernen. Der gut markierte Fernwanderweg ist insgesamt 220 km lang. mit dem Wikinger-Kartenmaterial wandern wir auf den schönsten Abschnitten und bewältigen ca. 140 km des gesamten Weges.

Die An- und Abreise nach Irland gestaltete sich recht einfach. Wir flogen von Frankfurt-Hahn mit Ryan-Air zu dem nahe der Beara-Halbinsel gelegenen Kerry Airport. Von dort ging es mit dem Taxi zur ersten Unterkunft in Kenmare. Auf der Rückreise von Kenmare zum Kerry Airport fuhren wir mit dem öffentlichen Bus und konnten so bei einem Zwischenstopp die kleine Stadt Killarney besichtigen. Die Unterkünfte, die für die gesamte Reise vorgebucht wurden, waren familiär geführte B&Bs. Das Frühstück wurde von den jeweiligen Gastgebern liebevoll zubereitet. Das Abendessen nahmen wir meist in kleinen Restaurants ein. An zwei Abenden bekochten uns unsere Gastgeber.

Wandern auf dem Beara-Way

Die Wanderungen führten uns auf dem gut markierten Weg einmal um die Beara Halbinsel. Ausgangspunkt für die erste Wanderung war Kenmare. Wir wanderten vorbei an kleinen Flüssen, begrüßten die ersten Schafe und besichtigten den Bonane Heritage Park. Der zweite Teil der Wanderung führte durch das Baurearagh Tal hinauf bis zu einem Pass, von welchem wir einen tollen Ausblick auf die Bantry Bay genießen konnten. Vorbei an riesigen Rhododendron-Büschen erreichten wir schließlich das Tagesziel Glengarriff.

Am nächsten Tag wanderten wir bis nach Coomerkane und von dort stetig bergauf bis zum Toberavanaha See. Der Ausblick nach Adrigole, unserem heutigen Ziel, begleitete uns den gesamten Abstieg über Schafweiden hinab bis an die Küste.

Die vierte Wanderung brachte uns bis weit in den Westen in das kleine Örtchen Allihies, ein ehemaliger Kupferminenort. Hier begegneten uns auch die bisher ersten beiden Wanderer. Von Allihies ging es weiter entlang der Miskish Mountains bis nach Eyeries.

Am nächsten Tag wanderten wir entlang des Lough Fadda zum Gortbrack Hill und weiter hinab ins das hübsche Dörfchen Ardgroom. Kurz hinter dem Ort trafen wir die nächsten und auch letzten fünf Wanderer unserer einwöchigen Reise. Auf dem weiteren Weg kamen wir an mehreren Steinkreisen vorbei, ehe eine Schafherde mit zwei Schäfern und Hunden unseren Weg kreuzte. Durch einen Rhododendron-Wald erreichten wir das Etappenziel Lauragh.

Die letzte Wanderung führte uns zwischen dem Cloonee Lake Upper und dem Lake Inchiquin hindurch, über Schafweiden bis zurück nach Kenmare.

Mein Fazit der Reise:

Herrliche Ausblicke, grüne Wiesen, riesige Rhododendron-Büsche, unberührte Natur, viele Schafe und unglaublich nette Iren machten diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis!

Seid ihr auch schon einmal auf einem Fernwanderweg gelaufen? Vielleicht sogar in irland? Dann erzählt uns von euren Erlebnissen!
Eure Katharina Bendisch

 

Ein Kommentar zu „Unberührtes Irland – der Beara Way“

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