Wandern? Wie spießig! – Das Wanderklischee

Oft haben wir oder unsere Mitmenschen bestimmte Vorurteile und Klischees im Kopf, das ist ganz normal und menschlich. Wenn ich Freunden oder Bekannten erzähle, dass ich bei einem Veranstalter für Wanderreisen arbeite höre ich öfters: „Wandern? Wie spießig!“. Und das obwohl der Natursport mittlerweile im Trend liegt. Aber wie sieht dieser Stereotyp in den Köpfen vieler Menschen aus? Was sind die typischen Vorurteile die uns oft noch aus vergangenen Tagen bekannt sind?

Der Stereotyp des Wanderns – eine kleine Definition

Man erkennt die hauptsächlich in Rudel vorkommenden Wanderer an der olivgrünen oder beigefarbenen Kleidung. Bevorzugt tragen sie einen Filzhut, Kniebundhosen oder unförmige, lange Khakihosen. Während sie mit ihren klobigen Wanderstiefeln und selbst geschnitzten Gehstöcken durch die Berge wandern singen sie altbackene Volkslieder. Beim Entspannen nach dem Wandern erkennt man sie, typisch deutsch, an den Socken in Sandalen und den selbst mitgebrachten Stullen. Wandern ist also schlussfolgernd ein langweiliges Seniorenhobby. Und wenn sich junge Menschen doch mal dazu entscheiden zu wandern, dann sind es ganz bestimmt Pfadfinder oder ihre Eltern sind Lehrer, die sie zu einem Familienausflug gezwungen haben.

Das sind natürlich veraltete Klischees, die ich hier mit etwas Sarkasmus beschrieben habe. Denn die Realität sieht heute ganz anders aus. Von der sanften Küstenwanderung bis zur anspruchsvollen Bergbesteigung – Wandern ist ein vielfältiges Hobby, das Anfängern wie Fortgeschrittenen, Jung und Alt, gleichermaßen gerecht werden kann. Diese Vielfalt an Möglichkeiten macht das Wandern spannend und interessant, also nichts mit Langeweile! Es bedeutet endlich mal dem grauen Alltag entfliehen zu können. „Zurück zur Natur“ und die Ruhe und Entspannung, außerhalb unseres viel zu hektischen Alltags, zu genießen. Es bedeutet neue Orte zu entdecken, zu erforschen, kennen zu lernen und dabei frische Luft zu atmen. Der Outdoor-Sport könnte abwechslungsreicher und anspruchsvoller nicht sein.

Was bringt mir das nun?

Wandern hält außerdem jung und fördert die Gesundheit. Denn wer viel geht bewegt sich und bleibt somit fit und aktiv. Die regelmäßige Bewegung fördert das Herzkreislaufsystem und regt langfristig den eigenen Fettstoffwechsel nachhaltig an.  Es ist ein wunderbares Gefühl auf die Steine in einem plätschernden Gebirgsbach zu klettern, Panoramablicke zu genießen, durch das Gehölz eines Nadelwaldes zu streifen oder mit nackten Füßen über eine grüne Wiese zu laufen. Die Natur hat uns einiges zu bieten. Nach einer langen Tour zu rasten, die müden und strapazierten Beine zu strecken ist ein unglaublich erholendes Gefühl. Man fängt an sich rundum wohl und gesund zu fühlen. Sprichst du mit einem Wanderer, wird er dir das bestätigen können. Und wo wir schon beim Sprechen sind: Wanderer sind sehr gesellige, offene Menschen. Gerne wandern sie gemeinsam mit ihrem Partner oder ihren Freunden. Wenn du allein unterwegs bist und Gleichgesinnten begegnest, grüßt man sich freundlich und ab und zu kommt man sogar ins Plaudern.

Durch diese vielen Vorteile erfreut sich der Wandersport immer größerer Beliebtheit – ein Imagewandel – und so gibt es heutzutage eine Vielfalt moderner, praktischer und vor allem sehr stylischer Outdoorkleidung. Dem Stereotypen des Wanderns begegnet man auf seinem Trail also eher nicht mehr.

Wanderer beim „abhängen“ – Ein bisschen Spaß muss sein!
Wandern macht Freu(n)de!

Fazit: Das Wandern bietet uns eine kleine Atempause. In der Natur verweilen macht  glücklich und gesund. Die Natur birgt grandiose Erlebnisse in sich, die man beim Wandern entdecken kann und ist nicht nur für Menschen in Khakihosen!

Eure Jacqueline

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