Wanderreise Island: Rund um die Insel – Teil 1

Wanderreise Island – so hieß mein diesjähriges Urlaubsabenteuer. Dieses Jahr verbrachte ich den Sommerurlaub einmal anders: Im August ging es für mich in den hohen Norden, auf die Insel aus Feuer und Eis.

Für gewöhnlich zieht es mich eher in den Süden, wo ich den Sommer und die Sonne genießen kann – aber man muss ja auch mal was Neues probieren. Es hat mir wie vorab schon von einigen Kollegen prophezeit, sehr gut gefallen – aber lest selbst.

1.Tag: Ankunft in Island

Um 21:25 Uhr geht es los Richtung Keflavik. Dort werden wir direkt von zwei Wikinger-Reiseleitern in Empfang genommen. Nach einem kurzen Zusammenfinden haben wir Zeit Geld zu tauschen und dann geht es auch schon mit dem Flybus zum Camp Reykjavik, wo unsere Zelte schon bereit stehen.

2. Tag: die Highlights in Islands Süden

Nach einer kurzen und kalten Nacht begrüßt uns Reykjavik mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Da wir heute einiges vorhaben, geht es zeitig los Richtung Skaftafell. Der Erste Stopp ist am Wasserfall Seljandsfoss, die Besonderheit hier ist, dass ein kleiner Weg hinter dem Wasserfall hergeht. Weiter geht es beim 63 m hohen Skógafoss Wasserfall – den wir sogar bei Sonnenschein genießen können, das Wetter ist uns wohlgesonnen. Die berühmte Ringstraße Nr. 1 führt uns weiter bis zum Kap Dyrhólaey, wo wir der Sage nach versteinerte Trolle sehen können.

 

Außerdem haben wir die Möglichkeit, so nah wie sonst nicht an eine Kolonie Papageitaucher zu kommen. Über Vik geht es weiter bis zur Unterkunft im Skaftafellnationalpark, wo unser Camp direkt am Fuße des Gletschers Vatnajökull liegt. Unterwegs kommen wir am unaussprechlichen Ort Kirkjubæjarklaustur vorbei. Hier kann man entlang der Straße über viele Kilometer sehen, was der Vulkanausbruch des Laki-Kraters angerichtet hat. Beim Ausbruch 1783 bedeckter er eine Fläche von ca. 600 km² mit Lava. Diese Lavafelder sind mittlerweile mit saftig-grünem Moos bewachsen und bilden unterschiedlichste Strukturen und Formationen.

Mooslandschaft bei Kirkjubæjarklaustur
Mooslandschaft bei Kirkjubæjarklaustur

3. Tag: Skatfafell-Nationalpark

Heute haben wir den ganzen Tag Zeit um uns den Skaftafell-Nationalpark anzuschauen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf zu einer ca. 3-stündigen Wanderung. Unterwegs kommen wir am Wasserfall Svartifoss vorbei. Dieser stürzt über eine Felskante, die von Basaltsäulen umrahmt ist.

Nachmittags bietet unsere Reiseleitung eine fakultative Wanderung an, bei der man einen schönen Blick auf den Gletscher hat. Da das Wetter allerdings nach Regen aussieht, mache ich mich mit zwei Mitreisenden – ausgerüstet mit Regenjacke und Regenhose – auf den Weg zum Fuße des Gletschers. Die Landschaft wechselt auch auf dieser 2,5-stündigen Wanderung regelmäßig und bietet uns abwechslungsreiche Panoramen.

 

4. Tag: Eisberge am Jökulsárlón

Bevor es wieder auf die Ringstraße Nr. 1 geht, machen wir einen kurzen Stopp am Svínafellsjökull-Gletscher. Hier sieht man nochmal ganz deutlich die Gletscherspalten. Nach einer Fahrt entlang von Fjorden auf der einen, und Bergketten auf der anderen Seite, erreichen wir unser beeindruckendes Zwischenziel – den Gletschersee Jökulsárlón. Mit einem Amphibienfahrzeug unternehmen wir eine Bootsfahrt auf dem See. Wir fahren zwischen beeindruckenden Eisbergen durch – so etwas habe ich noch nie gesehen! Wir haben Glück und es ist Ebbe – so zieht eine unheimliche Strömung die kleineren Eisberge unter einer Brücke hindurch raus aufs Meer. Am Frühen Abend erreichen wir das Hotel Framtíð.  Nach einem leckeren Abendessen machen wir noch einen Spaziergang durch den kleinen Ort und erleben eine tolle Sonnenuntergangsstimmung.

 

5. Tag: Hengifoss

Ein langer Tag im Bus steht uns heute bevor. Zum Glück erwarten uns zwischendurch ein paar reizvolle Zwischenstopps. Der erste Stopp ist eine ca. 3-stündige Wanderung zum Hengifoss – dem hängenden Wasserfall mit einer Höhe von 118 m. Unser weiterer Weg führt uns durchs Hochland, wo wir die unendlich scheinende Weite der Landschaft hin zum höchstgelegenen, ständig bewohnt und  bewirtschafteten Bauernhof Islands, Möðrudalur, bestaunen können. Im Hintergrund kann man das Vulkansystem Askja sehen, zu dem auch die Königin der Berge Islands  gehört – die Herðubreið. Bevor wir unser Camp am Mývatn erreichen, machen wir einen letzten besonderen Stopp an der kleinen Blauen Lagune. Wir genießen das heiße Bad trotz des leichten Schwefelgeruchs sehr.

Die schier unendlichen Weiten des Hochlands
Die schier unendlichen Weiten des Hochlands

Was ich an den restlichen Tagen dieser spannenden Wikinger-Reise erlebt habe, erfahrt ihr in den kommenden Tagen.

Bis bald,

Eure Luisa

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