Warum du unbedingt zum Camping nach Island fliegen solltest

…. oder: „Mér finnst rigningin góð“! (dt. „Regen gefällt mir“) Aus meiner persönlichen Camping-Erfahrung kann ich sagen, dass es schlechtere Ideen gibt. Neben dem Überraschungseffekt, wenn man sich im Juli in fröhlicher Erwartung an einen knackig warmen Sommerurlaub, mit Wollpulli und Thermoskanne ausgestattet in seinem Daunenschlafsack wiederfindet, hat der Campingurlaub in Island noch ganz andere Vorzüge. Sei gespannt und lass dich von mir überzeugen, dass Campen in Island sicherlich nicht das ist, was du erwartest…

Nicht im Regen stehen, sondern unter Wolken duschen

Was du beim Camping in Island definitiv erwarten kannst, ist Regen. Ob wenig oder viel ist egal: Trockenen Fußes kommt hier niemand wieder weg. Doch neben dem kühlen Nass, das sich unweigerlich in deine Wanderschuhe schleicht, hat Regen in Island noch ganz andere Vorzüge. Bezaubernde Orte an denen sonst, durch den wachsenden Bekanntheitsgrad unserer Lieblingsinsel, buchstäblich der Bär steppt, hat man bei landestypisch feuchtem Wetter quasi ganz für sich alleine. Ein Outdoorerlebnis der Spitzenklasse: die Stille, der atemberaubende Ausblick, eine kühle Brise um die Nasenspitze… Natur pur – das ist Island!

Wanderer am Skógafoss

Hier wird die Nacht zum Tag gemacht

Lass deine Taschenlampe doch mal zu Hause. Bei 24 h Sonnenlicht brauchst du sie sowieso nicht. Nicht nur wirst du dich freuen mindestens 200 Gramm mehr Gepäck für nützlichere Dinge verwenden zu können, auch wirst du schon bald merken, dass ewiges Sonnenlicht nicht nur den Schlaf raubt, sondern auch den Tag verlängert. Ganz entspannt um 10 Uhr abends von der letzten Wanderung zurückkommen? Kein Problem, in dem spannenden Islandkrimi kannst du danach trotzdem noch in deinem Schlafsack liegend schmökern.

Nächtliche Aussichten beim Camping

Wandern im Reich der Trolle und Elfen

Island authentisch – Fehlanzeige, wenn nicht auch ein gewisser Grad an Mystik mitspielt. Wanderungen nach Mordor – äh, zum Vulkan Eldfell – verlieren doch völlig ihren Reiz, wenn du nicht die ganze Zeit das Gefühl hast, dass der Nebel sich bestimmt im nächsten Moment lichtet und du dich schlagartig in einem ganz anderen Land voller Fabelwesen und Unerklärlichem wiederfindest. Sind wir einmal ehrlich: Wer nach Island reist, sollte wohl auf eine Begegnung mit dem ein oder anderen Troll gefasst sein.

Wandergruppe am Eldfell

Island – Photographers Paradise

Als Paradies für Fotografen ist Island schon lange bekannt. Zugegeben – das glänzende Licht der Sommersonne verleiht der Insel einen ganz besonderen fotografischen Reiz. Doch habt ihr schon einmal beobachtet, wie sich schwere Nebelschwaden sanft um glänzendes Gletschereis schmiegen? Ein Anblick, der nicht nur Fotografenherzen höher schlagen lässt und der sich nicht alle Tage bietet…

Diamantstrand bei Jökulsárlón

Hinter jeder Wolke steckt auch wieder Sonnenschein

Was natürlich beim Campen in Island auch nicht vergessen werden darf: Die Freude, die dich überkommt, wenn du morgens aus deinem Zelt kriechst und verschlafen in das glänzende Sonnenlicht blinzelst. Wenn dir nach einigen provokant regnerischen Tagen bereits die ersten Schwimmhäute zwischen den Zehen gewachsen sind, freust du dich doch noch über die kleinen Dinge im Leben. Es kommt nunmal nie wie erwartet. Ein Tag unter strahlend blauem Himmel, von der Sonne verwöhnt und mit Sunblocker und Mückenschutzmitteln bewaffnet, lässt jede, dem Regenwetter geschuldete, böse Miene vergessen.

Camping in Skaftafell

Aber Spaß beiseite: Nicht nur die Harten kommen in den Garten. Wer sich auf Island im Zelt einlässt, möchte Island authentisch erleben – den richtigen Outdoor-Spaß mit allen Facetten eben. Dazu gehört nasskaltes Wetter genauso wie tagelanger Sonnenschein. Denn wie sagt man in Island so schön: Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach 5 Minuten…

Wer wissen möchte auf welcher Tour wir die oben abgebildeten Eindrücke geschossen haben, sollte unbedingt einmal bei „Island für Alleinreisende“ vorbeischauen.

Eure Marei

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