Wild Atlantic Way at its best!

Seit Frühjahr 2014 sprachen all meine Freunde nur noch von einem: dem Wild Atlantic Way in Irland. Ihr müsst wissen, meine Freunde und ich sind begeisterte Wanderer, reisen gern durch die Welt und entdecken Natur und Kultur hautnah. Vor Jahren waren wir in Irland, nur kurz, denn unsere Zeit war knapp. Doch wir waren schon von den wenigen Naturschönheiten beeindruckt, die unseren Weg kreuzten.

Ein erster Eindruck vom Giant's Coastway!
Ein erster Eindruck vom Giant’s Coastway!

So wanderten wir im Norden der Insel auf dem Giant’s Causeway, der weltweit kein unbeschriebenes Blatt ist. Wir haben uns geschworen, Irland irgendwann noch mal einen Besuch abzustatten und zwar richtig! Im Frühjahr letzten Jahres war es dann so weit. Meine Freunde waren aus Zeitgründen schon vor mir auf Entdeckertour gegangen und erzählten mir vom Wild Atlantic Way, der sich im Westen der Insel entlangschlängelt und im April offiziell eröffnet wurde. Sie hörten gar nicht mehr auf zu Schwärmen und so blieb mir nichts anderes übrig, als schnellstmöglich selbst zurück zu reisen und mit eigenen Augen zu sehen, was meine Freunde so sehr begeisterte.

So trat ich im Spätsommer 2014 meine eigene Reise ins Paradies an. Doch nicht alleine, denn ich teile meine neugewonnen Eindrücke gern mit anderen. Also schloss ich mich einer kleinen Wandergruppe an, die sogar einen Reiseführer hatte. So habe ich nicht nur die naturbezogenen Highlights entdecken können, sondern auch die geschichtlichen.

Wir starteten im Norden der 2500 km langen Küstenroute, die eine der wildesten, beeindruckendsten und kulturell interessantesten der Welt ist. Ziemlich spannend, oder? Dachten wir uns auch!

Slieve Leagues mit Bewohnern
Slieve Leagues mit Bewohnern

Die ersten Tage verbrachten wir also im Norden. Wir besuchten die Slieve Leagues, die zu Europas höchsten Klippen zählen, waren beeindruckt von Mount Errigal und seinem ziemlich hohem Gipfel und ließen uns von der wahrlich einzigartigen Küstenlandschaft bezaubern. Einmal dort, wollten wir gar nicht mehr weg, so sehr zog sie uns in ihren Bann.

Weiter im Nordwesten erwartete uns dann das wilde Irland. Entlang der Küste sah ich viele große Wellen des Atlantiks an Land peitschen. Weiter draußen sah ich Surfer, die die Wellen vor deren Brechen als „Mitfahrgelegenheit“ nutzten, nur um dann wieder hinaus zu schwimmen und sich die nächste zu krallen. Faszinierend, wie sie ihr Gleichgewicht halten und eins mit dem Ozean werden. Ich ließ meine Gedanken schweifen und sog den Duft der Pferde ein, die mit ihren Reitern einen Strandausritt machten.

Am nächsten Tag entfernten wir uns von der Küste, um die Sehenswürdigkeiten im Landesinneren zu besichtigen. Pure Schönheit erwartete uns auf unseren Wanderungen durch kleine Täler, über sattgrüne Wiesen, durch wildromantische Wälder mit Zwischenstopp an wunderschönen Wasserfällen. Es entwickelten sich tolle Gespräche und wir vergaßen völlig die Zeit. Wir wollten gerne noch bleiben, doch unsere Reise ging weiter.

Diesen Gefährten trafen wir unterwegs!
Diesen Gefährten trafen wir unterwegs!

Der dritte der fünf Abschnitte begann im Herzen Connemaras – in Killary Harbour. Der malerische Fjord bildet die natürliche Grenze zwischen den Grafschaften Galway und Mayo und hat eine beruhigende Wirkung auf unruhige Gemüter. Während wir am Ufer ein kleines Picknick veranstalteten, sprangen Delfine fröhlich quietschend in 50 Meter Entfernung von uns in die Höhe und wieder zurück ins Wasser. Es kam mir vor, als würden sie fangen spielen. Wir begaben uns wieder auf Wanderung, ließen uns von den ruhigeren Küstenlandschaften inspirieren und kehrten am Abend in ein gemütliches Restaurant mit Meerblick ein. Die rote Abendsonne kleidete die weichen Kalksteine in warmes Licht, die wiederum das Licht reflektierten und eine bezaubernde Kulisse darstellten. Wir ließen den Abend bei einem Glas Wein, angeregten Gesprächen und dieser tollen Aussicht ausklingen.

Auch der Rest der Reise war so unglaublich, dass ich sofort verstand, wovon meine Freunde sprachen. Irland fasziniert auf seine ganz eigene Art und Weise. Nicht nur die tollen Landschaften und die tierischen Bewohner waren einfach spitze, auch die Menschen, die ich dort traf, strahlten eine wohltuende Wärme aus, die ich bis heute nicht vergessen habe. Jedem, der die Natur liebt und nicht von Menschenmassen umgeben sein möchte, kann ich Irland nur ans Herz legen.

So schön ist Irland!
So schön ist Irland!

 

Wer diese Region gern mit einer Gruppe entdecken möchte, der sollte hier vorbei schauen.

Wer lieber alleine, mit Freunden oder Partner reisen möchte, für den gibt es auch interessante Reiseangebote: Kommt mit auf den Beara Way, erlebt den Kerry Way, lasst euch faszinieren vom wilden Connemara oder bereist den Donegal Way!

Eure Lena

Schaut euch hier ein Video zum Wild Atlantic Way an und kommt mit auf eine erste Reise

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