Winterwandern macht glücklich!

Wandern im Winter – diese Form des sanften Wintertourismus wird in vielen Alpenregionen wiederentdeckt und weiterentwickelt. Ein Glück für uns.

Gerade bin ich zurück von einer Woche Winterwandern am Königssee. Und obwohl es in diesem Winter ja so wenig geschneit hat, war es herrlich, denn fürs Wandern war’s genug.

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Auf dem Soleleitungsweg.

Wir waren den ganzen Tag draußen, haben eine gute Portion Licht und frische Luft getankt und uns ordentlich bewegt. Alles ohne Schneeschuhe oder Ski. Beim Winterwandern braucht man keine zusätzliche Ausrüstung – unsere Wanderschuhe reichen. Und wenn es nachts mal stark gefroren hat, helfen Grödel oder Spikes.

Im Berchtesgadener Land ist die Kulisse zu jeder Jahreszeit imposant und manchml sogar atemberaubend.

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Blick zum Watzmann von der Berchtesgadener Ache

Der Blick auf den Watzmann, auf die Berchtesgadener Alpen und über die idyllisch gelegenen Seen lassen das Herz höher schlagen.

Und gemütlich wird es natürlich auch: Unterwegs gibt es reichlich Gelegenheit bei unseren Einkehren alle möglichen lokalen Spezialitäten zu kosten und unsere Winterwanderhotels verwöhnen uns dazu mit ihrer hervorragender Küche. Ein guter Grund, am freien Tag noch eine Extra-Wanderrunde einzulegen, vielleicht in Verbindung mit einem Kulturangebot, für das im Sommer ja oft nicht viel Zeit bleibt. Natürlich gibt es bei den meisten unserer Winterwandertouren an den freien Tagen auch die Möglichkeit eine Schneeschuhtour oder eine Langlauftour zu unternehmen und auch diese Winteraktivitäten einmal auszuprobieren – vorausgesetzt, es liegt genug Schnee.

Ich komme aus dem niederrheinischen Flachland und kann nicht besonders gut Skifahren. Trotzdem bin ich furchtbar gerne auch im Winter draußen. Weil wir beim Winterwandern unabhängig von den Schneeverhältnissen sind, gibt es keine großen Enttäuschungen, wenn mitten im Winter der Frühling eine Stippvisite einlegt: Wandern geht immer.

In den letzten Jahren bauen zum Glück immer mehr Regionen ihr Angebot an Winterwanderwegen aus. Wenn es schneit, werden Winterwanderwege präpariert, so dass wir nicht durch Tiefschnee stapfen müssen. Das ist ein Riesenschritt zum sanften Tourismus in den Skiregionen. Das Wandern im Winter ist bei Schnee zwar ein bisschen anstrengender als im Sommer, aber doch viel leichter als Schneeschuhwandern. Deshalb legen wir auch längere Strecken in der  normalen 1-2 Stiefel Kategorie zurück. Nachmittags bleibt dann oft noch genug Zeit für eine Wellnessrunde mit Sauna, Massage oder ein Stündchen am Kamin mit einem guten Buch und einer Tasse Tee. Nach einer Woche Winterwandern können wir nun gut durchgelüftet und wunderbar erholt zu Hause auf den Frühling warten.IMG_2585

 

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