Wikinger Reisen auf der Woche der Umwelt

Im Rahmen der „Woche der Umwelt“ trafen sich am 8. Juni 2016 Experten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und des privaten Sektors auf Einladung des Bundespräsidenten, um darüber zu diskutieren, wie Wilderei und illegaler Handel mit Wildtieren die nachhaltige Entwicklung behindern und um gemeinsam Lösungsansätze für die derzeitige Wildereikrise zu suchen.

Woche der Umwelt, Schloss Bellevue
Woche der Umwelt, Schloss Bellevue

Mehr als 1.300 Nashörner und bis zu 30.000 Elefanten wurden in den letzten Jahren jährlich getötet. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Überlegungen, einerseits Wilderei und Wildtierhandel in den afrikanischen Ursprungsländern und den Durchgangsländern einzudämmen und andererseits das Konsumverhalten weg vom Kauf illegaler Wildtierprodukte in Asien zu beeinflussen, wo die Nachfrage nach Wildtierprodukten immer noch hoch und der nachhaltige Konsum niedrig sind. Ein von der deutschen Bundesregierung eingesetzter politikübergreifender  Maßnahmenfonds („Polifonds“) zielt darauf ab, in länderübergreifender Zusammenarbeit zwischen China und Afrika einerseits und innerhalb Afrikas andererseits den Kampf gegen den illegalen Elfenbein und Nashornhandel effizienter zu gestalten und die Nachfrage in asiatischen Abnehmerländern zu verringern. Besonderer Bedeutung kommt dabei der  Zusammenarbeit bei Gesetzesvollzug und Strafverfolgung zwischen China und Afrika und innerhalb Afrikas zu.

Allen Experten ist klar, dass der Wilderei und dem Wildtierhandel nur durch langfristige Lösungsansätze, die nationale, regionale und cross-sectorale Anstrengungen einschließen , begegnet werden kann. Einzubeziehen sind auch Gemeinden mit gesunden Wildtierbeständen, deren natürliche Ressourcen und Lebensgrundlagen aber durch Wilderei bedroht sind. Die lokalen Gemeinden stellen letztendlich ein Schlüsselelement für die Lösungsansätze dar, weil sie davon bedroht sind, durch Wildtierkriminalität ihrer Zukunft beraubt zu werden.

Wikinger Reisen war als Vertreter der Privatwirtschaft eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen. Christian Schröder als Nachhaltigkeitsbeauftragter unterstrich die Wichtigkeit eines gesunden Wildtierbestands auch für den Tourismus.

Expertendiskussion auf der „Woche der Umwelt“

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