Wunder gibt es immer wieder …

Personen:

Christine – Glücksbringerin

Peter – Wikinger Wanderleiter 2013 auf den Lofoten

Christian – Wikinger Wanderleiter 2011 auf den Lofoten

Einführung – und eigentlich auch Schlussteil:

Am Donnerstag (04.07.2013, 14.52) klingelte bei mir in der Firma das Telefon: am anderen Ende war ein junger Mann mit folgenden Fragen: „Sind Sie Frau Bergt?“ – Ja. „Waren Sie vor zwei Jahren auf den Lofoten?“ – Ja. „Vermissen Sie etwas?“ Ja – meinen Fotoapparat. „Den habe ich jetzt hier in München“. Meine Reaktion: Gänsehaut, lautes Juchzen, Wahnsinnausrufe – „Gibt es so etwas wirklich????“

Bei einem Treffen in München erfolgte die Übergabe:

die Bilder auf der SD-Karte sind lesbar und sind jetzt schon auf meinem Computer.

Interessant ist nun, wie dieses „Wunder abgelaufen ist“:

Teil 1 – Verlust:

Im Juli 2011 waren wir mit den Wikingern auf den Lofoten unterwegs.

Wanderleiter Christian präsentierte uns jeden Abend eine hübsche Profil-Bleistiftzeichnung für den nächsten Wandertag.Zeichnung

Am 31.07.2011 ging es auf den Svartinden – die letzte offizielle Wanderung. Beim Abstieg war Blaubeersammeln angesagt, um die Nachspeise für den Abend zu sichern. Da störten Rucksack, Wanderstöcke oder auch der Fotoapparat. So passierte es, dass ich meinen Fotoapparat einfach liegen ließ – in der Hand war ja die Blaubeerschüssel. Den Verlust habe ich bald bemerkt. Mit Christian sind wir zurück und suchten den Hang ab. Die Stecknadel im Heuhaufen bzw. in den Blaubeeren zu finden, war aber praktisch unmöglich.

14 Tage Wandern auf den Lofoten – alle Bilder waren weg: Stimmung am Tiefpunkt! Aber nicht lange – die Wikinger sind schon ein ganz besonderes Wandervölkchen: beim Abendbrot haben mir die Wanderfreunde einen Gutschein überreicht: „jeder schickt mir eine CD mit den besten und schönsten Bildern dieser Wanderreise“. Und sie haben Wort gehalten: jeder hat etwas geschickt!!!!

Von zu Haus berichtete ich auf einem Lofoten-Internet-Portal von meinem Missgeschick, in der Hoffnung, dass jemand genau an dieser Stelle Blaubeeren sammelt. Und auch das Wikinger Reisebüro habe ich verständigt. Leider ohne Erfolg.

Teil 2 – Gefunden

Und nun dieser Anruf. Natürlich ist die große Frage: wie wurde ich ausfindig gemacht? Adresse oder andere Hinweise gab es nicht im Fotoapparat – dachte ich.

Aber… der Fotoapparat war ein ½ Jahr zuvor in einer Werkstatt. Scheinbar wurde dort auf der beiliegenden SD-Karte mein Name notiert, damit nichts verloren geht.

Also dank dieser Notiz auf der SD-Karte, dank der Profil-Bleistiftzeichnungen von Christian, dank Peters kriminalistischen Geschicks, der diese Wander-Profil-Zeichnungen den Wikingern zuschrieb und vor allem dank Christine der Finderin – also einer echten Glücksbringerin – habe ich meine ganz persönlichen Lofoten-Erinnerungen. – Peter fragte in der Wikinger Zentrale nach und versuchte mich schon von den Lofoten aus mehrfach anzurufen.

Natürlich möchten die Finderin und alle Wikinger Mitwirkende von 2011 und 2013 wissen, ob es ein gutes Ende gibt.

Ja – das gute Ende, das an Wunder grenzt: eigentlich bin ich kein Sonntagskind, aber in diesem Fall…

Teil 3 – wieder daheim:

Gestern traf ich mich mit Peter auf dem Marienplatz in München zur Übergabe des Fundobjektes.

Ilona

Nachtrag:

Inzwischen waren wir mit den Wikingern schon auf dem GR20 in Korsika und im nächsten Jahr geht es auf die Azoren – ganz sicher mit den Wikingern.

09.07.2013

Ilona Bergt

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