„Zusammen sind wir stark!“- Azubi-Ausflug Berlin

„Zusammen sind wir stark!“- Udo Lindenberg; Hinterm Horizont

Azubi-Ausflug mit Herrn Kraus und unserer „Azubi-Mama“

Mit vollbepackten Koffern, ausreichend Proviant und guter Laune ging es am Freitagmorgen, dem 17.07.2015, mit 13 Azubis, unserem Chef und unserer „Azubi-Mama“ mit dem ICE  gen Berlin. Gespannt, was uns die nächsten Tage erwartet, vergingen die gerade einmal 3 ½ Stunden Fahrtzeit mit viel Spaß und guter Laune, sehr schnell. Im Hotel in der Nähe des Kurfürstendamms eingecheckt, ging es auch schon los mit unserem Programm. Grob war es uns bekannt, hielt aber trotzdem Überraschungen bereit. Dazu später mehr.

Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir durch den Tiergarten in Richtung Reichstag.

IMG-20150717-WA0007 Schnell noch ein Gruppenfoto am Brandenburger Tor und für ein Getränk im Café war auch noch Zeit. Im Reichstag wurden wir von dem SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel aus Hagen in Empfang genommen. Bei seinem einstündigen Rundgang wurde uns das Gebäude und seine Arbeit vorgestellt. Der Abgeordnete hatte am gleichen Vormittag an der namentlichen Abstimmung zur Griechenlandkrise teilgenommen und war dafür extra aus dem Sommerurlaub zurückgekommen. – Glück für uns, so konnten wir den Reichstag hautnah erleben.

Nach einem kurzen Abstecher in die Reichstagskuppel (toller Überblick über die Hauptstadt!) blieben uns im Hotel unglaubliche 20 Minuten zum frisch machen.  Der Herausforderung getrotzt, waren wir alle pünktlich auf dem Weg zum Abendessen. Und was für eines. Das auserwählte Restaurant lag in einer alten Fabrikhalle mit Terrasse direkt am Wasser.

Ein weiteres Highlight stellte das anliegende Boot dar. Während wir auf dem Boot zu Abend aßen ging die Sonne am wärmsten Tag des Jahres gemächlich unter. Nach vielen lustigen Tischgesprächen ging es mit wohligem Gefühl im Bauch zunächst in eine Reggae-Bar, bevor wir den Abend auf unterschiedliche Weise verbrachten.

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Der Samstagmorgen startete früh. Zumindest für diejenigen, die noch etwas länger unterwegs waren. Gestärkt mit einem großen Frühstück direkt am Alexanderplatz trafen wir auf unsere Kollegin Anja vom Wikinger-Reisebüro in Berlin. Die nächsten vier Stunden hieß es unter ihrer Leitung per Rad die Stadt zu erkunden. IMG-20150718-WA0007Für mich eine neue, aber sehr sinnige Weise viel von der Stadt wahrzunehmen und mit allen Sinnen zu entdecken. Neben vielen Baustellen wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angefahren. Unter anderem: Das Brandenburger Tor, die Holocaust-Gedenkstätte, das Wikinger-Reisebüro. Dort bekamen wir eine kleine Stärkung, denn wir hatten noch etwas Besonderes vor. Am Vorabend erst haben wir von dem Programm für heute Nachmittag erfahren.

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 Es geht ins Musical von Udo Lindenberg: „Hinterm Horizont“.

Die Überraschung ist gelungen! Es geht ins Musical von Udo Lindenberg: „Hinterm Horizont“. Allerdings blieb uns dafür nicht mehr allzu viel Zeit. Schnurstracks ging es zum Theater am Potsdamer Platz. Die nächsten drei Stunden schauten wir fasziniert auf die Darbietungen der Schauspieler und lauschten der (uns noch nicht allen bekannten) Musik. Wir waren begeistert!

Eine Liebesgeschichte, geprägt durch die politische Zeit nach dem zweiten Weltkrieg bis hin zur Wiedervereinigung. Der Konflikt von Kommunismus und westlichem Kapitalismus, Ost- und Westblock, USA und Russland, NATO und Warschauer Pakt. Dies traf in dieser Stadt aufeinander, führte zu einer Grenze mit Mauer und Todesstreifen.

Wir Auszubildenden kennen Berlin als hippe flippige, angesagte und offene Stadt.

In Lindenbergs Musical wurde uns auf unterhaltsame Art die besonderen und für die Menschen dramatischen Verhältnisse dieser Zeiten in Berlin veranschaulicht.

Udo Lindenbergs Lieder sind der rote Faden der Geschichte. Auch mit Humor werden die Konflikte und Problematiken der Zeit der geteilten Stadt dargestellt. Die Geschichte spitzt sich zu, als die Hauptdarstellerin aus dem Osten Berlins versucht mit Udo Lindenberg im Westen per Brief Kontakt aufzunehmen. Aus einer Liebesaffäre wird eine kleine Staatsaffäre. – Interesse geweckt?

Dem Autor Thomas Brussig und Udo Lindenberg ist meiner Meinung nach ein sehr zu empfehlendes Musical gelungen. Wie groß der Wahrheitsgehalt der Geschichte ist, bleibt offen. Das Mädchen aus Ostberlin soll es aber tatsächlich gegeben haben.

Jetzt hatten wir aber Hunger. Nach einer erfrischenden Dusche ging es zum nahgelegenen Thailänder. Wir haben so viel gelacht, wir sind überzeugt, es wurde etwas ins Essen gemischt. Dank der guten Stimmung blieben wir bis halb 1, bevor wir uns in die Gruppen: feiern und heute nicht feiern, teilten.

Der Sonntag stand im Sinne von Koffer packen, einem Frühstück, sowie Rückblicke auf das Wochenende.

Alternativ gab es die Möglichkeit bis kurz vor Abfahrt zu schlafen – was auch von manchen genutzt wurde. Oder ein kurzer Ausflug zu einem der schönsten Trödelmärkte Berlins. Die Rückfahrt erwies sich eindeutig ruhiger als die Hinfahrt. Bedingt durch ein paar schlafende Wikinger und einer allgemein vertretenden Müdigkeit.

Ziemlich erschöpft vom Wochenende kamen wir mit ausgeprägten Augenringen, erhöhtem Koffein-Bedarf und einem glücklichen Gefühl rückblickend auf den Ausflug, am Bahnhof in Hagen an. 20150717_141958

Auch wenn ich schon mehrere Male in Berlin war, wird mir diese kurze Reise in sehr guter Erinnerung bleiben. Durch die lieben und tollen Menschen, die mit waren, wurde dieser Ausflug zu etwas ganz Besonderem. – Ich freue mich schon auf den nächsten 🙂

Eure Solveig

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